Mobiles Tracking der Händedesinfektion verbessert Hygienestandards

  • erstellt am: 02.12.2011
  • von: ursula.kramer

Eine tolle Möglichkeit, die Hygienvorschriften in Krankenhäusern zu überwachen und krankhausbedingte Infektionen einzudämmen, stellt ein Gerät namens nGage der Firma Proventix Systems, dar.  Alle Stationen zur Händedesinfektion sind mit Monitoren und einer Erkennungseinheit versehen. Ärzte und Pflegepersonal werden über einen persönlichen Anstecker beim Vorbeigehen berührungslos identifiziert. Bedienen sie die Desinfektionseinheit und säubern ihre Hände, wird dies protokolliert. Vom jedem Mitarbeiter werden die Tagesprofile aufgezeichnet, die Aufschluss geben, wie  häufig und an welchen Orten im Krankenhaus eine Händedesinfektion durchgeführt wurde. Mit dem System wurden bisher über 4 Millionen Händedesinfektionen in U. S. Krankenhäusern aufgezeichnet.  Die Zahl der Händedesinfektionen ist in den Krankenhäusern, die das System nutzen, um 105.6% gestiegen. Die Zahl der vom Personal auf Kranke übertragenen Infektionen konnte um 24 % reduziert werden.

Nüztliche Zusatzinformationen beim Händedesinfizieren: Auf einem Monitor erscheinen Informationen zum Infektionsrisiko, das z. B. vom Patienten im Krankenzimmer ausgeht. Oder es werden Informationen eingeblendet, die der Anwender in seinem persönlichen Profil vorher selbst festgelegt hat,  z. B. die aktuelle Pollenvorhersage, Aktienkurse oder Sportergebnisse. Durch Nutzung dieses neuen Systems konnte die Compliance beim Pflegepersonal deutlich erhöht werden, Infektionsquellen ließen sich schneller idenfizieren, die Übertragung von Keimen vom Pflegepersonal auf Patienten konnte deutlich verringert und somit die Qualitätsstandards erhöht werden. Zum Artikel.

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Dr. Ursula Kramer - Die Ap(p)othekerin bloggt auf HealthOn

Die Bloggerin

Die Vision eines gerechten, patientenorientierten Gesundheitssystems treibt die Ap(p)othekerin Dr. Ursula Kramer an. Digitalisierung sieht sie als Möglichkeit, diesem Ziel näher zu kommen. Seit 2011 testet sie Qualität, Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit von Gesundheits-Apps. Sie will Transparenz schaffen und digitale Gesundheitskompetenz fördern. Sie teilt die Erfahrung aus der Analyse von mittlerweile über 10.000 Apps in Blogbeiträgen, Vorträgen und Publikationen. Mehr...