Nutzen und Risiken von health-Apps: GAPP-Studie zeigt Trends

  • erstellt am: 24.06.2014
  • von: ursula.kramer

Die Zwischenergebnisse der bundesweiten GAPP-Studie, die noch bis zum 30. Juni läuft, zeigen interessante erste Trends zur Nutzung von Gesundheits-Apps, zu wahrgenommenen Risiken und Chancen sowie zu fördernden bzw. hemmenden Rahmenbedigungen aus der Perspektive verschiedener Nutzer- und Anbietergruppen. Die Studienergebnisse fließen ein in den europäischen Meinungsbildungsprozess, den die Europäische Kommission noch bis 3. Juli führt. Hier erste Zwischenergebnisse aus der Sicht von Verbrauchern (n=81):


  • Nutzung von health-Apps: Zwei Drittel der befragten Verbraucher geben health-Apps einen festen Platz auf ihrem Smartphone, ein Drittel nutzt die installierten Apps regelmäßig oder sogar häufig.
  • Vorgehen bei der Auswahl von health-Apps: Zunächst ist der Preis ausschlaggebend (46%), danach das Urteil anderer Nutzer, die bereits mit Kommentaren und Downloads über die Eignung einer App abstimmt haben (45%), dann erst kommt der Anbieter und dessen vermeintliche Vertrauenswürdigkeit ins Spiel  (43%).
  • Qualität von health-Apps: Ob eine App nach dem Download dann dem Qualitätsanspruch dauerhaft genügen kann, hängt sehr stark von der Verständlichkeit der Inhalte und Funktionen (90%). Eine "gute" health-App nimmt außerdem die Privatsphärer ihrer Nutzer sehr ernst und informiert ob und wie Nutzerdaten weitergegeben werden (85%), sie nennt ausserdem die Quellen, auf die sich die gesundheitsbezogenen Aussagen stützen (80%). Die Hälfte der Nutzer hält es für sehr wichtig oder wichtig, dass der App-Anbieter auch darüber informiert, wie eine health-App finaniziert wird.

Weitere Informationen zu den Ergebnisse der GAPP-Studie werden in Kürze auf diesem Blog veröffentlicht. Wichtiger Hinweis: Noch bis 30.06. können interessierte App-Nutzer sowie App-Anbieter (Krankenkassen, Pharma- und Medizintechnik-Unternehmen), Ärzte und Apotheker an dieser online-Befragung teilnehmen. Sie dauert ca. 5 min, ist anonymisiert und wer sich daran beteiligt, bekommt auf Wunch die Ergebnisse der Studie sowie eine Auswahl aktueller Analysen zu getesteten health-Apps (z. B. über 80 Kassen- und Pharma-Apps). Zum Online-Fragebogen für Verbraucher Zum Online-Fragebogen für Krankenkassen, Pharmaunternehmen, Ärzte und Apotheker Hintergrundinformation zur Studie, zu Methoden und Initiatoren.

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Dr. Ursula Kramer - Die Ap(p)othekerin bloggt auf HealthOn

Die Bloggerin

Die Vision eines gerechten, patientenorientierten Gesundheitssystems treibt die Ap(p)othekerin Dr. Ursula Kramer an. Digitalisierung sieht sie als Möglichkeit, diesem Ziel näher zu kommen. Seit 2011 testet sie Qualität, Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit von Gesundheits-Apps. Sie will Transparenz schaffen und digitale Gesundheitskompetenz fördern. Sie teilt die Erfahrung aus der Analyse vieler tausender Gesundheits-Apps in Blogbeiträgen, Vorträgen und Publikationen. Mehr...