Die meisten Diabetes-Apps versenden Daten an Dritte

  • erstellt am: 25.01.2018
  • von: anne.striegel
Datenströme von Diabetes-Apps: Welche Daten werden versendet, wohin und wie?
Datenströme von Diabetes-Apps: Welche Daten werden versendet, wohin und wie?
Beschreibung: 

Screening Diabetes-Apps 12/2017:

Viele Diabetes-Apps bieten die Möglichkeit, Messwerte in einem Tagebuch aufzuzeichnen, diese Daten auszuwerten und sie im Verlauf über Wochen, Monate oder Jahre anzuzeigen. Bei regelmäßiger Nutzung entstehen umfangreiche Datenprofile. Zusammen mit den Anmeldedaten der Nutzer, die z. B. über Alter, Begleiterkrankungen etc., Aufschluss geben können, entwickeln sich so über die Zeit große Datensammlungen, die für Marktforschung, zur Produktoptimierung, für Werbezwecke oder aber für wissenschaftliche Fragestellungen interessant sein können.

HealthOn hat im Dezember 2017 die Datenströme aller Diabetes-Apps für deutschsprachige Verbraucher untersucht (1), mit einer Ausnahme war dies bei allen untersuchten Diabetes-Apps möglich. Die Ergebnisse in Kürze:

  • Mehr als zwei Drittel aller Diabetes-Apps versenden Daten (67%).
  • Nur ein Drittel der analysierten Apps informiert mit einer Datenschutzerklärung über Datenspeicherung bzw. Datennutzung (30%).
  • Die Angaben der Anbieter sind in jeder zweiten Datenschutzerklärung unvollständig.

Art der versendeten Daten, Verschlüsselung und Server-Standorte

  • Die Mehrzahl der Datenströme gehen auf sog Nutzungsdaten zurück (67%), die Rückschlüsse darauf erlauben, wie der Anwender die App nutzt. Diese Informationen werden an Server von Werbe-, Web- und Analysedienste oder die Server des App-Anbieters versendet, dies geschieht z. T. verschlüsselt (45%), mehrheitlich aber unverschlüsselt (55%).
  • Jede vierte App (24%) versendet auch gesundheitsbezogene Daten an Server des App-Anbieters (24%), mehrheitlich verschlüsselt (75%), aber auch unverschlüsselt (25%).
  • Die Standorte der Server, an die die Diabetes-Apps Daten versenden, liegen sowohl in Deutschland, Europa als auch in den USA und Singapore.

Über die Datenstromanalysen aller untersuchten Diabetes-Apps informiert die Marktanalyse Diabetes-Apps 12/2017.

Quellen & Grundlagen: 

© HealthOn, Dr. Ursula Kramer, Stand: 01/2018 www.healthon.de, info@healthon.de, Tel 0761-1515480
1Marktanalyse Diabetes-Apps 12/2017: Untersucht wurden deutschsprachige, kostenlose Diabetes-Apps. Stichwortsuche: "Diabetes" (Treffer 1-250), "Zucker" (1-250) und "Zuckerkrankheit" (App 1-250) in Google Play.
Bildrechte: © Colorlife - fotolia.com, © sanawork GmbH

Weitere Informationen: www.healthon.de/marktstudien/2018/01/diabetes-apps

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