DVG: Gesundheits-Apps bald auf Rezept?

  • erstellt am: 08.08.2019
  • von: anne.striegel
DVG: Gesundheits-Apps bald auf Rezept? - Sehr wenige Apps haben die Eintrittskarte in die Regelversorgung schon gelöst...
DVG: Gesundheits-Apps bald auf Rezept? - Sehr wenige Apps haben die Eintrittskarte in die Regelversorgung schon gelöst...
Beschreibung: 

Mit dem Digitalen Versorgungsgesetz sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass digitale Gesundheitsinnovationen Zugang finden zur Regelversorgung von Patienten.
Sehr wenige Apps bringen jedoch die erforderlichen Voraussetzungen mit, wie die Analyse deutschsprachiger Apps zeigt, die derzeit in Google Play angeboten werden.

  • 2.955.384 Apps sind weltweit in Google Play1 verfügbar
  • Etwa jede 21. App von diesen weltweit angebotenen Apps ist eine Gesundheits-App2
  • Etwa jede 16. App, die in den Kategorien "Gesundheit & Fitness" oder "Medizin" angeboten wird, ist eine deutschsprachige Gesundheits-App.
  • Etwa jede 6. deutschsprachige Gesundheits-App errreicht mehr als 50.000 Downloads - ein Korrelat für Nutzernachfrage
  • Etwa jede 89. deutschsprachige Gesundheits-App, die mit mehr als 50.000 Downloads in einem relevanten Maß nachgefragt wird, ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt

Was heißt das für das Versorgungsangebot und für die Anbieter?

  • Die Auswahl an Apps zur Unterstützung von Diagnose und Therapie, ist noch stark eingeschränkt.
  • Angebote im Bereich der Sekundär- oder Primärprävention - z. B. digitale Hilfen zur gesundheitsförderlichen Veränderung des Lebensstils - sind nicht im Fokus des zukünftigen DVG Gesetzes.
  • Anbieter brauchen eine Medizinproduktezertifizierung für ihre Software, wenn diese diagnose- oder therapieunterstützend eingesetzt werden und erstattbar sein soll.
  • Je nach Ausgangssituation des Anbieters (Datenlage im Hinblick auf Usability, klinischer Wirksamkeit, Risikoanalyse etc.) ist die Zertifizierung einer App als Medizinprodukt ein mehr oder weniger langwieriger Prozess, für den in der Regel externe Expertise eingekauft werden muss.
  • Der Nachweis der positiven Effekte der App-Nutzung auf die Versorgung muss spätestens ein Jahr nach Erstattung erbracht werden, d. h. die Anbieter müssen die Evaluation ihrer App von Anfang an mitdenken und die Kostenträger früh ins Boot holen.
Quellen & Grundlagen: 

© www.HealthOn.de, Dr. Ursula Kramer, Stand: 19.06.2019
1HealthOn Health-App Dashboard 06/2019, Marktdaten beziehen sich auf Google Play Apps: https://www.healthon.de/healthon-statistiken
2Gesundheits-Apps: Berücksichtigt sind alle Apps in den Kategorien „Gesundheit & Fitness“ und „Medizin“
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